Ehrenamtliche Begleiter am Lebensende

29.11.2018

Zertifikatübergabe am 27.11.2018

„Das Wichtigste ist eigentlich das Zuhören, alles andere ergibt sich dann von selbst“, resümierten die 14 Teilnehmer des mittlerweile siebten Kurses ‚Ehrenamtliche Begleiter am Lebensende‘ bei der Zertifikatübergabe. Dieser wird einmal jährlich im Bildungsinstitutes der Stiftung St. Josef in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Steinfurt durchgeführt. Die Kursleiterinnen Petra Baumann und Birgit Wältring bestätigen, dass es oft die kleinen Dinge sind, die den Menschen in der Sterbephase helfen. Ehrenamtliche haben hier einen großen Stellenwert und viele Möglichkeiten sich einzubringen. Gerade in den stationären Einrichtungen werden immer Ehrenamtliche gebraucht mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. „Die einen sind im Hospiz in der Küche bei den Mahlzeiten verortet und können dort Ansprechpartner sein oder einfach nur ein Stück weit Alltagsbegleiter in dieser besonderen Lebensphase. Andere gehören zur Gruppe der ‚Zuckerbäcker‘, die für diverse Veranstaltungen z. B. mal einen Kuchen oder Plätzchen backen“, erzählt Birgit Wältring. Im Pflegeheim ist die Bandbreite der ehrenamtlichen Tätigkeiten noch eine ganz andere, da hier Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet werden, nicht nur in den letzten Wochen. Das kann in kleinen Gruppen geschehen mit Spielen, Vorleserunden oder Musik. Es können sich aber auch Einzelbetreuungen ergeben mit Gesprächen, Spaziergängen oder einfach nur stillen Momenten des Da-Seins. Manchmal freut sich derjenige auch, wenn man mal „Shoppen“ geht oder einen Kaffee gemeinsam trinkt. „Jeder Ehrenamtliche kann für sich schauen, was ihm liegt, wie er sich einbringen möchte und wieviel Zeit er zur Verfügung stellen kann“, erläutert Petra Baumann. Und wenn dann die Chemie miteinander stimmt, ist das gewinnbringend für beide Seiten. In dem Kurs haben die Teilnehmer viel gelernt, um für diese Aufgaben gerüstet zu sein. Vor allem der Austausch in der Gruppe war für viele Teilnehmer besonders wertvoll, da alle mit ihren besonderen Lebenserfahrungen kommen. In zehn Modulen standen Fachreferenten zur Verfügung, die vor allem viel aus der Praxis berichteten. „Vielleicht sehen wir uns bei weiteren Ergänzungsmodulen im nächsten Jahr wieder“, so Mechthild Bücker vom Bildungsinstitut. „Wir werden immer mal wieder interessante Themen entwickeln und dazu einladen.“ Die Zertifikatsüberreichung endete mit ein Gläschen Sekt.


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